Ich habe auch gelebt! Briefwechsel zwischen Astrid Lindgren und Louise Hartung

9. März 2017, 19 Uhr, Lomonossow-Keller, Marburg
„Ich habe auch gelebt!“
Astrid Lindgren – Louise Hartung
Briefe einer Freundschaft 1953 – 1964

Eintritt frei!

Al LH Briefwechsel res50
Es lesen:
Brigitte Knobl – Astrid
Bärbel Zollner – Louise
Gunilla Rising Hintz – Auszüge im Original

Adelheid Neumann spielt schwedische Musik auf der Geige

Deutsch-Schwedischer Freundschaftsverein Marburg e.V.
Kulturelle Aktion Marburg – Strömungen e.V.
Buchhandlung Roter Stern
Der Lomonossow-Keller ist in der Aulgasse
(zwischen Weltladen und Ratsschenke).

Im zerstörten Berlin von 1953, im Zentrum des Kalten Krieges und in einer Zeit des Umbruchs, treffen sich zwei Frauen, jede auf ihre Art engagiert im Aufbau einer demokratischen und friedlichen Welt. Astrid Lindgren, am Beginn ihrer Weltkarriere stehend, hat bereits 1945 mit Pippi Langstrumpf – die sich bis heute allen Autoritäten widersetzt und stets für die Schwachen eintritt – eine humanistische Antwort auf Krieg und Gewalt gegeben. Louise Hartung organisiert Lesezirkel für Kinder und Jugendliche mit dem Ziel, die demokratische Entwicklung im Nachkriegsdeutschland durch kulturelle Erziehung zu stärken.

Vor dem Hintergrund der Berlinkrise und Kennedys „Ich bin ein Berliner!“ führen die beiden Frauen intensive Gespräche über Literatur und Politik, den Alltag und die Arbeit, Träume und Sehnsüchte, den Sinn des Lebens und die Liebe. Als Leser erleben wir hautnah, wie Mio mein Mio, Karlsson vom Dach, Michel aus Lönneberga und viele andere Figuren aus der Fantasie der populärsten Kinderbuchautorin in die Welt springen.

Im Briefwechsel gewinnen wir außerdem Einblick in eine Beziehung zwischen Freundschaft und Liebe. Louises Gefühle, die sich Hals über Kopf in Astrid verliebt, werden nicht erwidert. Doch ihre Freundschaft wird von Jahr zu Jahr tiefer. „Ich war wohl klug, dass ich dich fand“, schreibt Astrid an Louise, in Anspielung auf einen anderen, weit zurückliegenden Briefwechsel aus Goethes Zeit.
Die Welt lässt sich möglicherweise am besten durch die Literatur erschließen …

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